Einleitung

Herzlich willkommen! Mein Name ist Caroline Capellari und ich werde Ihnen heute die Stadt Kitzbühel vorstellen. Kitzbühel ist eine Stadt in Tirol mit 8270 Einwohnern auf 760 m Seehöhe. Sie hat eine Fläche von 58 km² und ist die Hauptstadt des Bezirks Kitzbühel.

Kitzbühel

Bronzezeit

Schon in der späten Bronzezeit (1350 – 800 v. Chr.) wurde die Region um Kitzbühel von den Illyrern und Kelten besiedelt und war ein großes Bergbaugebiet. Auf der Kelchalm nahe bei Aurach wurde Kupfer, der wichtigste Rohstoff für Bronzeherstellung, abgebaut.
Eines der berühmtesten Funde aus der damaligen Zeit, die beweisen, dass hier schon Bergbau betrieben wurde, ist ein Holztrog, in dem früher Kupfer gewaschen wurde.
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Holztrog

Stadterhebung

Um 1178–1182 wurde der Name Chizbuhel erstmals in einer Chiemseer Urkunde erwähnt. Der Name setzt sich zusammen aus „Chizzo“, dem Namen eines Adeligen und Bühel, da die Stadt auf einem Hügel liegt.
1271 verlieh der bayrischen Herzog Ludwig II. Kitzbühel das Stadtrecht, um den südwestlichsten Teil von Bayern zu befestigen. Um die Stadt wurde zum Schutz vor Feinden eine dicke Stadtmauer errichtet.
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Stadtmauer

Bayern - Tirol

Kitzbühel gehörte lange Zeit zu Bayern. Durch die Heirat von Margarethe Maultasch, der Gräfin von Tirol, mit dem bayrischen Herzog Ludwig I. der Brandenburger kamen die bayrischen Bezirke Kitzbühel, Kufstein und Rattenberg für kurze Zeit von 1356-1369 zu Tirol. Nach dem Schärdinger Frieden 1369, die Beendigung des Streits zwischen Bayern und Ö, gelangten sie wieder in bayrische Hand.
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Stadtbrunnen

Bergbauboom

Nicht nur in der Bronzezeit, sondern auch im 16. Jahrhundert erlebte Kitzbühel einen Bergbauboom, weil am Rerobichl in der Nähe von Oberndorf Silber gefunden wurde. Der Heiligengeistschacht war damals der tiefste Schacht der Welt mit 829 m Tiefe. Es gab neben dem Rerobichl zahlreiche andere Bergwerke, wo Kupfer, Silber oder Eisenerz abgebaut wurden: z.B. am Schattberg. Die Schattbergsiedlung steht auf der ehemaligen Abraum- und Schutthalde.
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Pulverturm

Freiheitskämpfer

Während der Napoleonischen Kriege um 1800 musste Ö Tirol an Bayern abgeben, die sich mit Napoleon verbündet hatten. 1809 wehrten sich die Tiroler Freiheitskämpfer unter der Führung von Andreas Hofer, Pater Joachim Haspinger und Josef Speckbacher gegen die Unterdrückung durch die Bayern in den 4 Bergisel-Schlachten in Innsbruck. Sie mussten sich aber geschlagen geben und Andreas Hofer wurde in Mantua erschossen. In Kitzbühel erinnert heute das Freiheitskämpferdenkmal neben der Pfarr- und der Spitalskirche an die Landesverteidiger.
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Freiheitskämpferdenkmal

Tourismus

Durch die Schließung der Bergwerke begann im 18. und 19. Jahrhundert ein wirtschaftlicher Verfall, der teilweise zu Armut führte. Erst durch den Bau der Eisenbahnschleife um Kitzbühel im Jahre 1875 durch den Bürgermeister Josef Pirchl, der auch die Freiwillige Feuerwehr und den Turnverein gründete, erlebte Kitzbühel wieder einen wirtschaftlichen und industriellen Aufschwung. Durch die Gründung der Alpenvereinssektion Kitzbühel wurden die Kitzbüheler Berge bei Touristen beliebt.
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Tourismus

Grandhotel

Während des 2. Weltkriegs blieb Kitzbühel weitgehend verschont, da es kein Verkehrsknotenpunkt wie z.B. Wörgl war und keine Industrie hatte. Es gab wenig direkte Kampfhandlungen und Todesopfer. Auf der Einsiedelei, bei Malern und am Hahnenkamm kam es zu Bombennotabwürfen. Im restlichen Bezirk Kitzbühel gab es Bombenangriffe z.B. in St. Johann, Kirchberg, St. Ullrich und Pfaffenschwendt. In dieser Zeit war Kitzbühel ein beliebter Urlaubsort bei Nationalsozialisten. Das Grandhotel war ein Treffpunkt vieler deutscher Prominenter und Politiker, wie z.B. Hermann Goering, der im Hotel wohnte und in Oberndorf verhaftet wurde.
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Grandhotel

Pfarrkirche

In Kitzbühel gibt es 6 Kirchen und zahlreiche Kapellen. Die größte Kirche ist die Stadtpfarrkirche, die dem heiligen Andreas geweiht ist. Die früh-mittelalterliche Kirche aus dem 8. Jh wurde zur Stadtgründung 1271 im romanischen Stil neu errichtet. Aufgrund des starken Bevölkerungs-zuwachses wurde 1435 eine größere, spätgotische Großkirche gebaut, die 1785 barockisiert wurde.
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Pfarrkirche

Liebfrauenkirche

Neben der Pfarrkirche steht die Liebfrauenkirche mit dem überdimensionalen Glockenturm, der als eines der Wahrzeichen Kitzbühels gilt. Die Kirche wurde ab Mitte des 14. Jh als Friedhofskapelle des umliegenden Friedhofes gebaut. Im Jahre 1566 wurde der 48 m hohe Turm für die Glocke der Pfarrkirche, die zu groß für den schlanken Pfarrkirchenturm war, gebaut.
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Liebfrauenkirche

Spitalskirche

Die Spitalskirche, die am Fuße der Treppe zur Pfarrkirche steht, wurde 1837 anstelle einer viel größeren, gotischen Kirche errichtet, die dem Straßenbau weichen musste. Sie schließt an das ehemalige Bürgerspital an und gegenüber befindet sich ein Kriegerdenkmal zum Gedenken der Opfer des Ersten Weltkriegs. Sie ist dem heiligen Nikolaus geweiht.
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Spitalskirche

Katharinenkirche

Die gotische Katharinenkirche in der Innenstadt wurde 1360 erbaut. Hier befindet sich der Kupferschmiedaltar, ein gotischer Flügelaltar aus dem Jahre 1515. Er ist der einzige noch vorhandene Flügelaltar des Bezirks und ist eine sehr hochwertige Arbeit niederbayrischer Schnitzkunst. Er ist noch heute mit einer Messstiftung verbunden. 1950 wurde die Kirche restauriert und dient seither als Kriegergedächtniskirche mit mehreren Kupfertafeln mit den Namen der Gefallenen.
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Katharinenkirche

Kapuzinerkloster

Das Kapuzinerkloster in der Nähe der Hahnenkammbahn wurde 1696 von Raimund von Lamberg gestiftet, da sein Sohn in den Kapuzinerorden eintrat. Es besteht aus einer barocken Kirche und dem Kloster. Daneben befindet sich der ehemalige Klosterfriedhof mit der Aufbahrungshalle und der Klostergarten. 2002 hat der Kapuzinerorden das Kapuzinerkloster verlassen und die Franziskaner der Immakulata zogen ein.
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Kapuzinerkloster

Evangelische Christuskirche

Die evangelische Christuskirche neben der Hornbahn wurde erst 1962 errichtet. Sie gehört der evangelischen Pfarrgemeinde Kitzbühel und wurde relativ modern nach Plänen des berühmten österreichischen Architekten Clemens Holzmeister gebaut.
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Evangelische Christuskirche

Schwarzsee

Etwas außerhalb von Kitzbühel liegt der Schwarzsee. Der Schwarzsee ist ein ca. 16 ha großer und 7 m tiefer Moorsee. Mit bis zu 27°C Wassertemperatur im Sommer ist er der wärmste Moorsee Tirols. Er ist ein beliebter Badesee und Naherholungsgebiet bei Einheimischen, vor allem Familien, sowie auch bei Gästen. Es ist seit Jahrzehnten ein beliebter Treffpunkt für ein geselliges Miteinander. Hier treffen sich Generationen und Familien verbringen gemeinsam einen ganzen Tag am See.
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Schwarzsee

Sport

Kitzbühel ist eine Sportstadt mit zahlreichen Sportmöglichkeiten. Eine Sportart, für die Kitzbühel bekannt ist, ist Schifahren. Außerdem kann man in Kitzbühel im Winter auch noch snowboarden, langlaufen, rodeln oder eislaufen sowie Eishockey spielen, Eisstockschießen oder curlen. Im Winter findet außerdem das bekannte Hahnenkammrennen sowie der Snow-Polo Worldcup statt.
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Sport

Schisport

Die Geschichte des Schisportes in Kitzbühel begann damit, dass sich Franz Reisch für den Schisport begeisterte, nach dem er das Buch "Auf Schneeschuhen durch Grönland" des norwegischen Polarforschers Fridjof Nansen gelesen hatte. Er besorgte sich ein Paar Schi aus Norwegen, damals norwegische Schneeschuhe genannt, und fing an, damit Schi zu fahren und Touren zu gehen. Am 15. März 1893 fuhr Franz Reisch als erster Mensch das Kitzbüheler Horn auf Schi hinunter.
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Schisport