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Audioguide

Audioguide über meine geliebte Heimat Lofer. Zehn interessante Themen warten auf Sie.

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Werbevideo

Passend zu meinem Audioguide gestaltete ich ein Werbevideo welches Sie sich gerne anschauen können.

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Location

Erleben Sie Lofer hautnah!

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Einleitung

Mein Name ist Annalena Leitinger und ich werde Ihnen die Geschichte meines Heimatortes Lofer erzählen, ich hoffe die Reise quer durch den wunderschönen Ortskern von Lofer macht Ihnen Spaß und vielleicht merken Sie sich ja die ein oder andere wissenswerte Geschichte.

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Die Pest in Lofer

Die älteste Pestsäule des Landes Salzburg aus dem Jahr 1564 steht in Lofer. Daneben erinnern noch fünf weitere Pestzeichen(Gedenksteine) im Ort an diese furchtbare Seuche. Bei der großen Pestepedemie Mitte des 14. Jahrhunderts erlagen schätzungsweise 20-25 Millionen Menschen in ganz Europa dem schwarzen Tod. Die Pest trat im Loferer Becken danach noch drei Mal schrecklich auf. Der Pfarrvikar Johann Reichelin von Lofer schrieb im September 1649 in verzweifelten Worten:“ Jung und Alt sind im September schon weggerafft worden. Drei Häuser wurden gesperrt, von den insgesamt 15 Opfern wurden 8 auf dem Friedhof beerdigt, 7 an unwegsamen Orten eingegraben. Im Ortsteil Hallenstein zwischen „Blankenwirt“ und Soderbauer erinnert eine Säule aus 1649 an diese schreckliche Zeit. In Hallenstein wird auch eine Kapelle mit dem „Leiden Christus“ als Pest-Kapelle gedeutet. Auch im Ortsteil Au befinden sich drei Pestsäulen. Nun geht unser Weg weiter zum Loferer Wannen- und Tröpferlbad, dieses Haus wurde bis vor 2 Jahren als Apotheke genutzt.

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Das Loferer Wannen- und Tröpferlbad

Einmal Baden im frisch eingelassenen Wasser kostete 5 Schilling. Reinhard Dankl kam einmal in der Woche mit den Geschwistern in die Wanne, anschließend war die Mutter dran. Die erste öffentliche Badeanstalt (nicht Schwimmbad) gab es an diesem Platz. Das Wasser aufheizen für teures Geld, das war purer Luxus für frühere Generationen. Sieben Kabinen hatte der Besitzer, der Sodawasser- und Limonadenerzeuger Hans Dürnberger, anzubieten. Die Besucher genossen das Bad in gusseisernen Wannen und die „Tröpferl von oben“ aus einer Brause. Mit den in Lofer stationierten Amerikanern konnte ab 1945 ein gutes Geschäft in der Badeanstalt gemacht werden. 1953 wurde das Bad aufgelassen. Später nutzte Herr Dürnberger das Haus für sein berufliches Hauptstandbein, die Getränkeherstellung. Jetzt geht unsere Reise quer durch Lofer weiter zum Loferer Bauerntheater.

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Das älteste Land-Theater Salzburgs

Das Loferer Bauerntheater ist das älteste eigenständige Theaterhaus einer Salzburger Landgemeinde. Bereits um 1900 hatte sich in Lofer eine eigene Theatergruppe mit Einheimischen und Sommergästen unter dem Namen „Apollo-Theater“ gebildet. Gespielt wurde im ehemaligen Wagenschuppen (der späteren Garage) des Gasthofs Bräu an der „Hannbrücke“ gegenüber der Schule. Von 1908 bis 1910 wurde mit dem Bau des Unterhaltungssaales (des heutigen Bauerntheaters) eine ständige Spielstätte geschaffen. Seither gab man fast ohne Unterbrechung, sogar in den Kriegsjahren, Stücke zum Besten. Ende der 40er Jahre war der Theatersaal vier Wochen lang auch Drehort für das Kino-Lustspiel „Die Freinacht“. Zeitweilig war im Bauerntheater auch Kinobetrieb. Mitglieder des Loferer Bauerntheaters führen seit 1983 alle fünf Jahre die Loferer Passion in Maria Kirchental auf. Nun erfahren Sie mehr über den frühen Tourismus in Lofer.

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Tourismus in Lofer

Die Marktstraße, die von Salzburg über Innsbruck nach Italien führt, war seit jeher Anziehungspunkt. Kaiser und Könige, Angehörige des Hochadels, Kardinäle, Erzbischöfe und Heerführer reisten mit ihrem Gefolge durch Lofer, Kaiser Leopold mit 750 Personen und 1000 Pferden im Jahr 1665. Mitte des 19.Jahrhunderts zog Kaiser Ferdinand, auf der Flucht vor Aufständen in Wien und Ungarn, durch. Auch Wolfgang Amadeus Mozart nächtigte in Lofer auf dem Weg zu den berühmten Opernhäusern Italiens. Lofer ist einer der ältesten Tourismusorte des Landes Salzburgs. Jahrhunderte lang hatten Handwerk, Gewerbe und Gastronomie in Lofer vom Durchzugsverkehr mit Pferdekutschen gelebt. Ende des 19. Jahrhunderts gründeten die Brüder Johann und Michael Stainer einen „Verschönerungsverein“, um Sommergäste für die landschaftlichen Schönheiten dieser Gegend zu begeistern. Da die Gebrüder Stainer in diesem Beitrag schon erwähnt wurden, fahren wir jetzt mit ihnen fort.

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Die Gebrüder Stainer

Die Brüder Johann und Michael Stainer waren in den meisten Vereinen Gründungsmitglieder und in der Führung ehrenamtlich tätig, wie z.B. bei der Feuerwehr, beim Verschönerungsverein, Touristenclub, Radfahrerclub und vielen weiteren. Deshalb wurden sie auch zu Ehrenbürgern der Marktgemeinde Lofer ernannt. Johann, der ältere, war lange Zeit Bürgermeister von Lofer sowie Abgeordneter im Salzburger Landtag. Zu den Sitzungen in der Stadt Salzburg musste er die 45 km mit dem Hochrad fahren. Anfang des 20. Jahrhunderts kaufte er den Bereich des heutigen Bauerntheaters und stellte das Haus als Unterhaltungssaal zur Verfügung. Michael, der jüngere, war in der Salzburger Handelskammer tätig. In dieser Funktion nahm er im Auftrag des Herzogtums Salzburg auch bei der Eröffnung der Weltausstellung im Jahr 1900 in Paris teil. Als er wieder in Lofer war, berichtete er ausführlich über die Weltausstellung in Paris. Er erzählte, dass in Paris enorm viel Verkehr sei, sodass ein Polizist die Kreuzungen durch Handzeichen regeln müsse. Viel mehr Eindruck machte er jedoch mit der Schilderung des 320 m hohen Eiffelturms. Weiter geht es jetzt mit dem Schweizerwirt.

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Der Schweizerwirt – die uralten Fuxtaferl

Lofer war früher ein wichtiger Handelsplatz. Deshalb war hier, an der einstigen Gabelung der Straße in Richtung Bayern und Salzburg sowie Pinzgau und Tirol, frühzeitig der Bedarf einer Gastwirtschaft mit Pferdestall. Erstmalig wurde dieser Fuxtafern 1546 urkundlich ernannt, seit 1805 das Schweizerhaus. Schwer beschädigt wurde das Wirtshaus beim großen Hochwasser Ende des 19. Jahrhunderts, dabei wurde auch ein Teil der Wagenremise weggerissen. Bereits 1877 begann die Gästevermietung beim Schweizerwirt. Der Schweizerwirt Josef Dandl ließ schon Ende des 19.Jahrhunderts am Mühlbach das erste öffentlich zugängliche Schwimmbad erbauen. In den 1920er Jahren traf man, mit der Errichtung einer eigenen „Benzintankstelle“, bereits erste Vorkehrungen für den Automobilverkehr. Nur ein paar Schritte vom Schweizerwirt entfernt befindet sich das Heimathaus über das Sie jetzt auch mehr erfahren werden.

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Heimathaus – Rapoltergut

Warum Josef Stainer lieber in die „Neue Welt“ (Amerika) auswanderte, als den Besitz der Vorfahren zu übernehmen. Die Loferer hatten Mitte des 20.Jahrhunderts enorme Zukunftsängste, da die Eisenbahntrasse nicht, wie ursprünglich geplant, von Salzburg über Lofer nach Innsbruck führen würde, sondern durch das Salzachtal. Eine Katastrophe für die Talschaft. Lofer verlor als Kreuzungsort und Warenumschlagplatz seine Bedeutung. Josef Stainer wanderte 1875 in die USA aus, da er in Lofer überhaupt keine Zukunft mehr sah. Nach harten Anfangsjahren in St.Pierre in 1875 brachte er es zu einem reichen Bauunternehmer und Stadtrat. Nur einen kurzen Fußmarsch vom Heimathaus entfernt, befindet sich die Nepomuk-Kapelle, die unser nächstes Ziel ist.

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Die Nepomuk-Kapelle

In Lofer stand seit frühen Jahren eine Nepomuk-Kapelle neben der Marktbrücke. 1786 wurde diese Kapelle samt der hölzernen Brücke weggerissen und 6 Jahre später wiederaufgebaut. 1899 suchte ein furchtbares Hochwasser heim. Viele Hausmauern hielten den Fluten nicht stand und auch die Nepomuk-Kapelle wurde weggerissen. In den folgenden Jahren wurde sie wiederaufgebaut und mit einer neuen Statue versehen, Anfang der 1930er Jahre musste sie jedoch dem Neubau der Marktbrücke weichen. 63 Jahre schlummerte die Statue des hl. Nepomuk samt den zwei Engelsfiguren auf einem Loferer Dachboden. 1991 entdeckte Fritz Ennsmann durch Zufall diese Figuren. Völlig unentgeltlich errichtete Fritz eine neue Kapelle auf diesem Standort, an dem früher kein Platz mehr war. Jetzt werden wir uns mit den Weltstars, die Lofer besucht haben, beschäftigen.

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Weltstars in der Villa Egger, Richard Burton, Liz Taylor, Clint Eastwood

In der Monarchie war dieses Haus Sitz der k. und k. Gendarmerie. Im Jahr 1968 wurden die Räumlichkeiten zu einer Drehscheibe für den internalen Kinofilm „Agenten sterben einsam“. Für diesen Action-Thriller richteten die internationalen Filmstars Richard Burton und Clint Eastwood hier im filmischen „Gasthaus zum wilden Hirschen“ ihren Schmink- und Umziehraum ein. Gemeinsam mit Liz Taylor, der Gattin Richard Burtons, wurde gefrühstückt. Das Haus am Loferer Kirchplatz hat diese Zeit bewahrt, mit einem „Clint Eastwood-Zimmer“, das von Gästen gerne gebucht wird. Durch Josef und Anna Egger wurde das Gebäude 1908 zur Villa Egger umgebaut, mit Gästezimmern und Sommerwohnungen. Heute beherbergt die Villa auch das empfehlenswerte Restaurant „am Platzl“. Gleich gegenüber der Villa Egger befindet sich das Rathaus.

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Vom Bräuschmied zum Loferer Rathaus

Früher war das Loferer Rathaus über Jahrhunderte hinweg Heimstätte der Hufschmiede. 1951 wurden Umbauarbeiten für die Amtsräume der Gemeinde vorgenommen. Vor dieser Zeit wurden die Gemeindeangelegenheiten noch in den Häusern der Bürgermeister abgewickelt und ab 1938 in der Villa Egger. Wann Lofer das Marktrecht erlangt hat, ist nicht genau feststellbar. Jedoch wurde der Ort 1473 schon als Markt erwähnt. Marktprivilegien waren z.B. Die Abhaltung des Fastmarktes oder die Abhaltung von Viehmärkten. Bis 1939 hatte Lofer ein Flächenausmaß von rund 900 Hektar mit den Gebieten Lofer Markt sowie der Loferer Alm. Die bäuerliche Ortschaft war Teil von St.Martin. 1939 wurden Lofer, St.Martin und Weißbach zu einer „Großgemeinde“ zusammengelegt und 1946 wieder getrennt. Die Bewohner von Hallenstein, Au, Mayrberg und Scheffsnoth entschlossen sich für einen Anschluss an die Marktgemeine Lofer, die nun über ein Flächenmaß von 5588 Hektar verfügt.

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Ende

Jetzt ist die Rundreise durch meine Heimat auch schon wieder vorbei, ich hoffe es hat Ihnen gefallen und ich wünsche Ihnen noch einen schönen Aufenthalt in Lofer.

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Anfahrt

Mit dem Auto Mautfrei von Norden: Autobahn A8 München – Salzburg, Abfahrt Siegsdorf/Traunstein über die deutsche Alpenstraße, Grenzübergang Steinpaß (B178, B311) nach Unken, Lofer, St. Martin und Weißbach. Von Osten: Über die Westautobahn A1 Wien – Salzburg, Abfahrt Wals/Lofer über Bundesstraße 21 und 178 sowie 311 nach Unken, Lofer, St. Martin und Weißbach. Mit dem Flugzeug Vom Flughafen Salzburg Airport (31 km) aus, bringt Euch der Bus 260 (mit gültiger Salzburger Saalachtal Card kostenlos) ins Salzburger Saalachtal. Es gelten folgende Nutzungsbedingungen: lofer.com/card​​​​​​​ Mit Bus & Bahn Salzburg Hauptbahnhof (41 km), Bahnhof Bad Reichenhall (17 km), von beiden Bahnhöfen gelangt Ihr mit dem Bus 260 ins Salzburger Saalachtal. Vom Bahnhof St. Johann in Tirol (25 km) kommt Ihr mit dem Bus 4012 in die Region. Mit der Salzburger Saalachtal Card könnt Ihr die Buslinie 260 zwischen Salzburg Stadt und dem Salzburger Saalachtal kostenlos nutzen. Es gelten folgende Nutzungsbedingungen: lofer.com/card ​​​​​​​



Impressum

Informationspflicht laut §5 E-Commerce Gesetz, §14 Unternehmensgesetzbuch, §63 Gewerbeordnung und Offenlegungspflicht laut §25 Mediengesetz. Annalena Leitinger Kreuzfeld 327, 5090 Lofer, Österreich Tel.: 066401829197 E-Mail: leitinger.annalena@gmail.com Quelle: Erstellt mit dem Impressum Generator von www.adsimple.at in Kooperation mit beautyintown.de

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